10 Tipps wie du es schaffst neue (gesunde) Gewohnheiten in dein Leben zu integrieren.
Vorbereitung und Planung
Neujahresvorsätze scheitern oft daran, weil sie sehr spontan getroffen werden. ..ohne lange Auseinandersetzung oder Planung!
Wenn du eine alte Gewohnheit ablegen und neue entstehen lassen willst, solltest du genau wissen, was du willst bzw. nicht mehr willst, warum du es willst und wie du es tust.
Sorge dafür, dass du Rahmenbedingungen schaffst und momentan genug Ressourcen hast, damit du deine neuen Vorhaben auch möglichst leicht und erfolgreich umsetzen kannst.
Wenn du gerade in einer stressigen Phase bist und dich das Leben maximal fordert wird es besonders schwierig.
Was willst du erreichen – setze dir klare Ziele
Unser Gehirn braucht klare Ansagen d.h. formuliere ein klares Ziel, „ich will künftig mehr Bewegung machen,“, ist zu wenig. Was willst du genau erreichen, definiere Meilensteine und Zwischenschritte, in welcher Zeitspanne willst du es erreichen, d.h. mache es so konkret wie möglich.
Nutze deine innere Vorstellungskraft! Sehe dich in der Zukunft wie du dein Ziel bereits erreicht hast, ..wie du dich dabei fühlst, kreiere einen inneren Film von deinem neuen Wunschzustand der dich zum Lächeln bringt. Und spiel ihn immer wieder vor deinem geistigen Auge ab.
Je klarer und wünschenswerter du dein Ziel, deinen Wunschzustand für dich definierst und vor Augen hast, desto wahrscheinlicher wirst du ihn auch erreichen.
Finde dein starkes WARUM
Finde neben einem rationalen WARUM (z.B. weil es gesund ist), auch ein emotionales WARUM, z.B. weil du auch im höheren Alter noch selbstbestimmt und vital dein Leben genießen willst, deinen Hobbies nachgehen oder mit den Enkelkindern spielen willst!
Mache eine +/- Liste, ..was bringt es dir die Veränderung durchzuziehen, bzw. was kostet es dich künftig nichts zu verändern und dein aktuelles Verhalten beizubehalten?
Nimm dir nicht zu viel auf einmal vor
Wenn du versuchst plötzlich dein ganzes Leben zu ändern, dann wird sich dein innerer Schweinehund bestimmt ganz schnell melden und dich mit Ausreden und verschiedenen Tricks an der Umsetzung hindern. Das ist nicht böse gemeint, er will dich nur vor Überforderung schützen.
D.h. setze Prioritäten, nimm dir nur eine Sache vor, mache sie möglichst klein, je kleiner desto weniger Willenskraft wird es dich kosten sie umzusetzen.
..du willst dich endlich mehr bewegen? – dann fang an mehr Bewegung in deinen Alltag zu integrieren, nimm dir z.B. vor jeden Tag 10 min spazieren zu gehen, nutze jede Stiege als Bewegungschance oder starte täglich mit ein paar Kniebeugen in den Tag.
Wenn du nach einiger Zeit mehr willst, gut dann erweitere langsam deine Aktivitäten.
Fähigkeiten, Interessen und Vorlieben
Je besser dein neues Verhalten zu dir, deinen Interessen und deinen Vorlieben passen, desto leichter wird es!
Wenn du nämlich einen massiven inneren Wiederstand bei einer Sache empfindest, dann wird es richtig anstrengend. Dann brauchst du so viel Willenskraft es durchzuziehen, dass du bei der ersten Schwierigkeit wieder aufgeben wirst, versprochen!
Wenn du z.B. absolut kein Morgenmensch bist, macht es auch wenig Sinn sich vorzunehmen morgens joggen zu gehen.
Und achte drauf, dass deine neue Gewohnheit zu deinen momentanen Fähigkeiten passt damit du dich nicht überforderst! Wenn dich Laufen momentan noch zu viel Überwindung kostet, dann starte kleiner z.B. mit einem täglichen Spaziergang oder mit einem Wechsel aus Gehen und Laufen.
D.h. suche dir möglichst Dinge die du gern machst, die deinen Vorlieben entsprechen und die dir möglichst wenig Überwindung kosten.
Entwickle neue Gewohnheiten
Mache aus deinem Vorhaben eine neue Gewohnheit, d.h. starte mit einer kleinen Veränderung, die dich nicht überfordert, integriere sie in kleinen Schritten in deinen Alltag und wiederhole sie.
Dadurch entstehen in deinem Gehirn neue Netzwerke, neue Wege, die durch die Wiederholung zu Autobahnen werden und so neue Gewohnheiten bilden.
Geduld – Geduld – Geduld
Wie lange es dauert bis etwas zu einer Gewohnheit wird, kommt auf die Art der Gewohnheit an. Das European Journal of Social Psychologe hat 2009 eine Studie veröffentlicht, die besagt, dass es zwischen 18 und 254 Tagen dauert, bis eine Person eine neue Gewohnheit etabliert hat. Das bedeutet je komplexer eine Gewohnheit ist, desto länger dauert es sie zu etablieren.
Z.B. täglich ein Glas Wasser trinken dauerte lt. dieser Studie ca. 20 Tage, kleine Ernährungsumstellung ca. 40 Tage, Laufen ca. 50 Tage!
Aber überfordere dich auch da nicht! Nimm dir vor ein neues Verhalten für einen bestimmten (Versuchs-) Zeitraum von z.B. 30 Tagen durchzuziehen. Danach überprüfe wie es dir damit gegangen ist und entscheide, ob du es beibehalten willst, es etwas abänderst oder ob du ganz drauf verzichten willst, weil es momentan einfach nicht passt für dich, für dein Leben. Akzeptiere es, ohne dich dafür zu verurteilen!
Suche dir Unterstützung
Hol dir Unterstützung, erzähle möglichst vielen Menschen von deinem Vorhaben, schließe dich einer Gruppe an, finde Gleichgesinnte, Sparringspartner und verabrede dich, damit ihr gemeinsam an eurem Wunschziel arbeiten könnt. Gemeinsam geht es einfach viel leichter!
Schaffe Strukturen, die dich bei deinem Vorhaben unterstützen. Das hilft auch Motivationstiefs zu überbrücken.
Wenn’s mal nicht so läuft
Kommt dir wieder mal dein Leben oder eine Ausrede dazwischen (Wetter, Zeit, Mondphase, …) – dann finde eine Sparversion deiner neuen Gewohnheit und lasse sie auf keinen Fall entfallen.
Versuche deinen inneren Schweinehund mit Kompromissen zu überzeugen, z.B. 5 Kniebeugen statt ein langes Kräftigungsprogramm, 10 min in der Mittagspause Spazierengehen statt deinem morgendlichen Lauftraining.
Vermeide gerade zu Beginn Situationen die dich verleiten! ..beobachte dich achtsam!
Kaufe z.B. keine Süßigkeiten, wenn du auf Zucker verzichten willst.
Starte in einer Phase wo du auch genug Kapazität hast. In stressigen Phasen wird es besonders schwierig neue Gewohnheiten beizubehalten. Zu Beginn kosten Veränderungen einfach etwas mehr Zeit aber es wird leichter, Schritt für Schritt!
Feiere dich – belohn dich
Schenke dir Anerkennung für deine Erfolge, seien sie auch noch so klein. Mach dir bewusst was du alles erreicht hast, schreib es auf, belohne dich dafür und feiere deine Erfolge!
Unser Gehirn liebt das. Dabei wird das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert und Glückshormone ausgeschüttet. Das führt dazu, dass unser Gehirn mehr davon will und unsere Motivation ansteigen lässt!
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